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AKTUELLE NEWS

Stuttgart, Hoffenheim, Steelers & Löwen

Stuttgart bereitet sich auf das Sturmtief "Van Nistelrooy" vor, während 1899 Hoffenheim zu einem Team aus dem Ruhrpott reist! Das und noch einiges mehr bietet der Überblick über die regionalen Sportevents des kommenden Wochenendes.

 

BUNDESLIGA, 22. Spieltag 

Ein Fussball-Dino kommt nach Stuttgart

VfB Stuttgart - Hamburger SV

Mit dem Hamburger SV kommt am Samstag Nachmittag (15:30 Uhr) die einzige deutsche Profimannschaft nach Stuttgart, die in 67 Jahren noch nie aus der Fußballbundesliga abgestiegen ist. Und auch momentan stehen die Hamburger Gäste auf einem guten 4. Tabellenplatz, was die Hanseaten mit stolzgeschwellter Brust an den Neckar anreisen lässt - wäre er gleichbedeutend für den Einzug ins internationale Geschäft. Zudem hat man ein berüchtigtes Sturmtief im Gepäck : In der Winterpause konnten sich der HSV mit „Ruuuud“ Van Nistelrooy einen echten Topstürmer angeln, der bei Real Madrid und ManU gezeigt hat, dass er zur Kategorie "Weltklasse" gezählt werden darf. In Köln (3:3) wurde Van Nistelrooy für ein paar Minuten eingewechselt, konnte jedoch noch keine wirklichen Akzente setzten. Das will er in Stuttgart besser machen, auch wenn für ihn ein Einsatz von Beginn an wohl noch zu früh käme.

Der VfB Stuttgart hingegen will seinen Lauf aus den letzten Wochen beibehalten. Seit 8 Spielen haben die Schwaben nicht mehr verloren und zuletzt gar 5 mal in Folge gewinnen können. Diesen Aufwärtstrend gilt es nun für die Männer von Trainer Christian Gross beizubehalten. Dabei kann der VfB fast aus dem vollen Schöpfen. Matthieu Delpierre trainiert seit 2 Wochen wieder mit der Mannschaft und wird für Georg Niedermeier, der unter der Woche einen Vertrag bei den Schwaben bis 2014 unterschrieb, ins Anfangsteam rutschen. Lediglich Cacau und Schieber sind fraglich, da beide noch an kleineren Blessuen leiden.

Mit einem Sieg in der heimischen Mercedes-Benz-Arena würde sich der VfB endgültig aus dem Abstiegskampf befreien und würde sogar Anschluss an die internationalen Plätze finden. Davon redet in Stuttgart jedoch (noch) keiner; zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Doch wer sich die Tabellenkonstellation genauer ansieht, wird schnell feststellen, dass mit einem Sieg nur noch 5 Punkte zum heißbegehrten 5. Platz fehlen. Allerdings dürfte gerade der HSV etwas dagegen haben. Mit taktischer Disziplin und tollem Angriffsfussball hat die Mannschaft von Bruno Labbadia in der Vorrunde auf sich aufmerksam gemacht, konnte allerdings in den letzten Spielen nicht mehr ganz überzeugen.

Tipp der Redaktion: In einem Klassespiel sichert sich der VfB kurz vor Schluss den Sieg durch ein 1:0.

Voraussichtliche Aufstellung des VfB Stuttgart : Lehmann (1) - Celozzi (27), Tasci (5), Delpierre (17), Molinaro (21) - Träsch (35), Khedira (28) - Gebhart (13), Hleb (23) - Marica (9), Pogrebnyak (29)

(ADA) 

 

Hoffenheim zu Gast in Bochum

VfL Bochum - 1899 Hoffenheim

Die Auswärtsbilanz von 1899 Hoffenheim gegen den VfL Bochum ist lupenrein - 1 Spiel, 1 Sieg für das Team von Trainer Ralf Rangnick im Rewirpower-Stadion. Im bisher einzigen Spiel siegte der Kraichgauclub letztes Jahr nach 1:0-Rückstand mit 1:3 durch Tore von Vedad Ibisevic, Carlos Eduardo und Demba Ba. Letztgenannter sitzt vermutlich am Samstag Nachmittag (15:30 Uhr) nach genesener Verletzung erstmals wieder auf der Bank. Ansonsten plagen Rangnick weiterhin große Verletzungssorgen. Mit Beck, Weis und Obasi fehlen gleich drei wichtige Leistungsträger. Ein Fragezeichen steht auch hinter der kompletten Innenverteidigung, da Marivn Compper und Josip Simunic noch mit kleinen Verletzungen zu kämpfen haben. Für den kroatischen Abwehrspieler könnte das Spiel - sofern er fit ist - zum Jubiläum werden. Der Routiner läuft bereits zum 250. Mal zu einer Bundesligabegegnung auf, davon 20 für Hoffenheim (222 Berlin / 8 Hamburg).

Nach Ligasieg über Hannover und Pokalaus bei Werder Bremen erwartet das Team von Trainer Ralf Rangnick ein heißer Tanz im Ruhrgebiet. Der dort beheimatete VfL Bochum lieferte sich dort in den letzten beiden Partien einen regelrechten Fight mit den Meisterschaftsfavoriten Schalke (2:2) und Bayer Leverkusen (1:1). Noch dazu liegt die letzte Niederlage der Gastgeber eine ganze Weile zurück, um genau zu sein 63 Tage, als das Team von Trainer Heiko Herrlich jedoch eine Lehrstunde des großen FC Bayern (1:5) erteilt bekam. Seither sind Dedic, Sestak & Co. ungeschlagen und haben sich zurecht als Favoritenschreck in die Schlagzeilen bringen können. Grund genug für 1899 die Bochumer nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. 

Tipp der Redaktion: Ein hart erkämpfter 2:1 Sieg für Hoffenheim

Voraussichtliche Aufstellung von 1899 Hoffenheim : Hildebrandt (28) - Ibertsberger (26), Simunic (14), Compper (5), Eichner (8) - Luiz Gustavo (21), Salihovic (23) - Carlos Eduardo (10), Vukcevic (34) - Ibisevic (19), Maicosuel (7)

(Schoko)


 
 

EISHOCKEY

Bietigheim Steelers zu Gast in Bremerhaven und im Heimspiel gegen Dresden

Für die Steelers aus Bietigheim sieht die Welt nach der erfolgreichen Derbywoche (Siege gegen den Heilbronner EC und die Wölfe aus Freiburg) rosig aus, steht man doch zur Zeit mit 78 Punkten gemeinsam mit den Ravensburgern auf Platz 3 der Eishockey Bundesliga. Nun will man sich dort oben etablieren und am liebsten um einen Platz zwischen 1 und 4 spielen, was gleichbedeutend mit einem Heimrechtstart in die Playoffs wäre. Um das zu erreichen sollten die Steelers am Freitag an der Weser siegen. Mit einem Sieg in Bremerhaven - bisher eher eine Art Angstgegner der Bietigheimer - wäre man auf die schwere Aufgabe am Sonntag im heimischen Ellental gegen die Dresdner Eislöwen vorbereitet.

Bei den Dresdner Eislöwen ging es in den letzten Wochen regelrecht "rund". Der ehemalige Steelers-Spieler Stefan Mann, bis dato Kapitän der Dresdner, wurde Anfang des Jahres vom Verein freigestellt. Zudem wurden die letzten beiden Spiele verloren. Gerade in einer solch prekären Situation nach Bietigheim zu müssen passt den Eislöwen wohl gar nicht. Man darf gespannt sein, wie sich das Team um den Topscorer Patrick Jarret präsentiert. 

Erwähnenswert : Beide Gegner der Steelers haben noch die Möglichkeit in die Playoffs einzuziehen. Dafür müssten aber Siege her. Dagegen wird das Bietigheimer Team um Kapitän Heiko Smazal mit ziemlicher Sicherheit Einwände haben.

(ADA) 

 

 

HANDBALL 

Müde Rhein-Neckar Löwen unterliegen starken Zebras aus Kiel

Die Bundesliga-Handballer der Rhein-Neckar-Löwen haben ihr erstes Punktspiel im Jahr 2010 verloren. In der mit 13.200 Zuschauern ausverkauften SAP Arena in Mannheim waren sie am vergangenen Mittwoch allerdings nur knapp mit 22:23 gegen den amtierenden Meister aus Kiel unterlegen.

Zu Beginn der Partie zeigten die Schützlinge von Ola Lindgren zunächst rein gar nichts, was die Zuschauer von ihren Sitzen gerissen hätte. Die Gelbhemden brauchten exakt 11 Minuten und 51 Sekunden um den Ball das erste Mal im gegnerischen Gehäuse von Thierry Omeyer unterzubringen. Erst als Kreisläufer Andrej Klimovets den ersehnten 1:4-Anschlusstreffer erzielte und ein "Hallo-Wach-Signal" an seine Mannschaftskameraden sendete, begann aus der müden Partie ein interessantes Spiel zu werden. Nach dem 7:7-Ausgleichstreffer von Olafur Stefansson, der diesen aus der eigenen Hälfte markierte, sah sich Gästetrainer Alfred Gislasson das erste Mal zu einem Team-Time-Out gezwungen. Diese Auszeit nutzte jedoch nichts. Die "Gelbe Welle" war vorerst nicht zu stoppen. Uwe Gensheimer markierte zwei Minuten vor der Pause die erste Führung für die Hausherren zum 9:8, was die Halle kurzzeitig zu einem Tollhaus werden ließ. In die Kabinen gingen die Löwen schließlich mit einer vielumjubelten 11:9-Führung, was nicht zuletzt daran lag, dass Torhüter Henning Fritz bis dahin alle drei Siebenmeter der Kieler abwehren konnte.

Auch nach der Pause fanden die Löwen besser in die Begegnung als die pomadig wirkenden Kieler. Schnell lagen sie mit 14:11 in Führung. Doch wer dachte, dass der Sieg in Mannheim bleiben würde, sollte eines Besseren belehrt werden. Die Kieler steckten nicht auf und kamen erstmals beim Stand von 15:15 durch Filip Jícha wieder zum Ausgleich. Daraufhin folgte ein spektakulärer Schlagabtausch, der das Spiel offen hielt. Erst als die Nummer 31 Momir Ilic (THW Kiel) seine Farben mit 19:18 in Front brachte, ahnten die ersten Zuschauer bereits, auf welches Ergebnis das Spiel hinauslaufen würde. Doch Fritz, Stefansson und Co. gaben nicht auf und blieben bis zum 22:22 dran. Der Coup war zum greifen nah, hätte Youngster Patrick Groetzki das Spielgerät nicht in der gegnerischen Abwehr vertändelt, sodass Kiel im Gegenzug durch einen Strafwurf von Ilic in Führung ging. Der letzte, verzweifelte Angriff der Löwen wollte danach einfach nicht mehr gelingen. Letztendlich war es ein glücklicher Sieg für den THW Kiel, der damit die Tabellenführung wieder übernommen hat, jedoch mal wieder gezeigt hat, dass die Mannschaft über erfahrene Leute verfügt, die am Ende den entscheidenden Ausschlag geben können.

Es spielten für die Rhein-Neckar Löwen: Fritz, Szmal (n.e.) – Stefánsson (6), Manojlović (1), Bielecki (1) – Groetzki (2), Gensheimer (8/6) – Klimovets (1) – Roggisch, Prieto, Harbok (2), Guðjónsson (1), Müller, Bruhn (n.e.).

Am kommenden Mittwoch wartet auf das badische Team der nächste Brocken. Am 17.02 reisen die Löwen zum derzeit Zweitplatzierten nach Hamburg in die Color Line Arena. Mit einer ähnlichen kämpferischen Leistung wie gegen Kiel ist dort aber durchaus etwas zu holen. 

(schoko) 

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